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Private Geschichten aus dem Kaiserhaus

May 15, 2019 10:58 am by

So nahe waren Sie den Habsburgern noch nie!

Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Joseph I. sind aus der Geschichte Österreichs nicht wegzudenken. Durch Filme und Bücher entstanden unterschiedliche, oft verklärte Bilder der Regenten. Doch eines bleibt nach wie vor spannend: Wie lebte das weltberühmte Monarchenpaar tatsächlich in einem der einflussreichsten Kaiserhäuser seiner Zeit?

5 Facts aus dem Leben des Kaiserpaares:

  1. Die Arbeit

Von Kaiser Franz Joseph weiß man, dass er ein sehr fleißiger und pflichtbewusster Mann war. Sein Leben lang – und er wurde 86 Jahre alt – ging die Arbeit vor! Jegliches Privatvergnügen wurde hintangestellt. Noch vor dem Frühstück erledigte er unzählige Akten aus seinem Reich der K.-u.-k.-Monarchie. Jeder einzelne seiner Tage begann besonders früh am Morgen. Der Kaiser stand für gewöhnlich bereits um 3:30 Uhr auf.

2. Die Ehe und ein Liebesbeweis

Insgesamt 44 Jahre waren Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth – liebevoll „Sisi“ genannt – verheiratet. Gemeinsam hatten sie vier Kinder (drei Töchter und einen Sohn) – so viel ist bekannt.

Doch wussten Sie, dass Kaiser Franz Joseph seiner Frau ein ganz besonderes Liebesgeschenk machte, um sie näher am Wiener Hof zu wissen? Sisi war gerne auf Reisen, bevorzugt in Ungarn. Um sie davon abzuhalten, schenkte der Kaiser ihr die Hermesvilla im Lainzer Tiergarten.

© Vienna PASS | Bernhard Luck
    3. Speis und Trank

In der Hofburg, der kaiserlichen Residenz, ging es seinerzeit sehr streng zu. Vor allem bei offiziellen Einladungen musste ein genaues Zeremoniell eingehalten werden. Je nach Anlass unterschieden sich die Größe und Ausstattung der Tafel. Es gab Galadiners, Familiendiners, Militärdiners und Marschalltafeln. In erster Linie wurden Männer aus dem Adel, dem Militär und der Wirtschaft eingeladen. Die Diners dienten keineswegs zur Unterhaltung, sondern waren Zusammenkünfte für staatspolitische Gespräche. Sie begannen immer um sechs Uhr abends. Nachdem sich alle Gäste eingefunden hatten, erschien der Kaiser und man begab sich zu Tisch. Kaiser Franz Joseph nahm in der Mitte der Tafel Platz. In der Regel wurden an der Hoftafel sieben bis dreizehn Gänge serviert, wobei bei offiziellen Anlässen die französische Küche – nicht die Wiener Küche – bevorzugt wurde.

    4. Die Konversation zu Tisch

Bei privaten Anlässen ging es weitaus lockerer zu. Im Speisesaal der Hofburg pflegte man eine heute bereits vergessene Sprache: die Fächersprache der adeligen Damen. Sie war ein wichtiges Verständigungsmittel und entfachte so mancheLiebelei. Als Dame signalisierte man dem auserwählten Herrn am Tisch die unterschiedlichsten Liebesbotschaften mit dem Fächer in der Hand.  

    5. Sisis Schönheitswahn und der Sport am Hof

Kaiserin Elisabeth war für ihre Exzentrik bekannt und betrieb einen ausgeprägten Schönheitskult. Um sich körperlich in Form zu halten, hatte sie in der Wiener Hofburg ein eigenes Turnzimmer eingerichtet. Zudem war sie eine großartige Reiterin und liebte es, mit ihrem Pferd durch die Gärten von Schloss Schönbrunn zu reiten. Mit 172 cm war sie für eine Frau ihrer Zeit ungewöhnlich groß. Sie wog nur 46 Kilogramm und hatte einen Taillenumfang von 50 cm. Ihre extrem schlanke Figur war das Ergebnis von so manchen drakonischen Diäten – unter anderem schwor sie auf den Saft von ausgepresstem Rinds- und Kalbsfleisch.

Wer näher hinter die Kulissen des imperialen Österreichs blicken möchte, erfährt hier mehr:

https://www.austria.info/at/service-fakten/uber-osterreich/osterreichs-geschichte/imperiale-geschichten

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